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Interkulturelle Woche 2018

Vielfalt verbindet.             Die Veranstaltenden der Interkulturellen Woche (IKW) zeigen erneut Flagge für Menschenrechte, Demokratie und für Vielfalt.

Was haben zwei Juristen, zwei Englischlehrer, ein Elektrotechniker und eine Auszubildende gemeinsam? Sie alle mussten sich in Deutschland erst einmal zurechtfinden und sich – v.a. beruflich – neu orientieren. Natalia war in Russland Englisch-Lehrerin. In Thüringen angekommen musste sie feststellen, dass es sehr schwer ist, diesem Beruf weiter nachzugehen. Also versuchte sie es zunächst in der Erwachsenenbildung. Rubén arbeitete in Venezuela als Anwalt. Aber in Deutschland ist das nicht denkbar.

Nach einem erneuten Studium ist er nun Anerkennungs- und Qualifizierungsberater. Marina, die ebenfalls Jura in ihrer Heimat studiert hat, will hier etwas ganz Neues machen. Sie möchte mit Kindern arbeiten. Abderahman möchte zusätzlich zu seinem Bachelor in Elektrotechnik noch einen Master in Jena abschließen. Damit kann er die Chancen auf eine gute Arbeitsstelle im Bereich der erneuerbaren Energien erhöhen. Und Azab macht eine Ausbildung zur Pharmazeutisch-Technischen-Assistentin und träumt von einer eigenen Apotheke.

Auch wenn die sechs aus verschiedenen Ländern kommen, verschiedene Berufe erlernt und unterschiedliche Erfahrungen gesammelt haben, sind sie sich einig, dass die Sprache ein wichtiger Schritt zur Integration ist. „Die Sprache ist der Schlüssel“, sagt Dalil, Englischlehrer aus Syrien. Und der Wunsch ist bei allen der Gleiche: Eine gute Arbeitsstelle zu finden mit netten Kollegen und interessanten Aufgaben. Der Weg dahin ist steinig und lang, aber sie haben Geduld, gehen ihn Schritt für Schritt.

Ihre Geschichten erzählen die Sechs in kurzen Videoclips, die im Rahmen der Interkulturellen Woche 2018 unter dem Motto „Vielfalt verbindet“ entstanden sind. Alle Clips finden Sie hier: https://www.youtube.com/channel/UCKwGpC39Pru2r1nla3Q4GGg